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Agility und Agi Fun

Agility oder Agi Fun?

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist – das ist nicht nur bei Menschen so, sondern auch bei Hunden.

Wer einen schlauen und bewegungsfreudigen Hund hat, muss kreativ sein. Der Vierbeiner will schließlich etwas erleben. Einfach nur um den Block zu spazieren oder im Wald Eichhörnchen zu erschrecken -  das ist den meisten Hunden zu wenig. Wer selber auch einigermaßen fit ist, sollte sich und seiner "Fellnase" einmal eine Schnupperstunde beim Agility gönnen.

Turniersport oder Fun-Beschäftigung
Beides hat natürlich seine Berechtigung und seinen Platz. Und für jedes Mensch-Hund-Team sollte die richtige Laufbahn gefunden werden – das ist mir bei meiner Arbeit mit Ihnen besonders wichtig. Denn nicht jeder Hund und sein Herrchen zieht es unbedingt auf die Turnierplätze des Landes. Anderseits wird natürlich jeder Hundebesitzer wissen, dass ein Hund, der regelmäßig gefordert und sinnvoll beschäftigt wird, ausgeglichener und entspannter ist. Dies erleichtert das Zusammenleben ungemein.

Agility: eine beliebte Sportart für Jedermann, der sich fit fühlt
Agility ist eine anerkannte Sportart für Hunde und Menschen, die in den 80er Jahren von Großbritannien nach Deutschland schwappte. Agillity ist beliebt, denn der Sport lebt von der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund. Damit dies funktioniert, heißt es: trainieren. Mit Spaß.

Gesundheit ist das A und O
Da Agility als Sportart eine große Belastung für den Hund darstellt, ist vorab immer ein Check beim Tierarzt wichtig. Vor allem der Bewegungsapparat des Hundes muss absolut gesund sein. Deshalb sollte man den Hund auf Hüftgelenksdysplasie (HD) röntgen und insbesondere auf Patellaluxation, Ellbogendysplasie und versteckte Wirbelsäulenprobleme untersuchen lassen. Das HD-Röntgen sollte ein Spezialist übernehmen.

Training langsam aufbauen
Gibt der Tierarzt grünes Licht, kann es losgehen. Zunächst lernt der Hund die verschiedenen Geräte innerhalb eines Agility-Parcours kennen: Tunnel, Hürden, Wippe, Reifen, Slalom, Steeg, A-Wand. Wichtig dabei ist, den Hund niemals zu zwingen, wenn er sich vor einem Gerät fürchtet oder unsicher ist. Dann geht der Spaß flöten – und das erlaubt echtes Agility nicht.

Wie ist der Agilitysport entstanden?
Die Idee des Agility stammt aus England. Die Veranstalter der Crufts in England, dies ist die größte Hundeausstellung Europas, wollten das Rahmenprogramm der Show attraktiver gestalten. Im Jahre 1978 hatte der Engländer John Varley, ein begeisterter Springreiter, die Idee, das Springreiten der Pferde auf die Hunde zu übertragen.

Die Zuschauer der Crufts waren begeistert. Es wurden nach diesem Vorbild überall Agility-Clubs gegründet, die jedoch alle nach ihren eigenen Regeln und Vorstellungen trainierten. So wurden die Engländer Peter Lewis und John Gilbert mit der Erstellung von Regeln und der Ausbildung von Agility Leistungsrichtern betraut. So entstand das heutige Agility. 

Begeisterte Besucher der Crufts brachten diesen Sport dann auch nach Europa, wo dann zunächst ebenfalls ohne jegliches Regelwerk Agility trainiert wurde. Im Jahre 1988 nahm sich Frankreich des Agilitysports an und erstellte einen umfangreichen Regelentwurf. Später nahm sich dann die FCI des Sports an und gründete eine Agility-Kommission. Im Jahre 1989 wurde Agility offiziell als kynologischer Sport in die FCI aufgenommen und wird seither weltweit betrieben.

Warum gerade Agility?
Viele unserer Hunderassen wurden einst für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet. Sei es für das Jagen, das Hüten von Schafen oder Rinderherden, das Bewachen von Haus und Grund oder das Aufspüren von Wild. Leider ist es so, dass speziell in den großen Städten keine Möglichkeit mehr besteht, dass die Hunde diesen Aufgaben nachkommen können. Leider sind die so eigentlichen Aufgaben des Hundes immer mehr in den Hintergrund getreten.

So sollte man sich als Hundebesitzer überlegen, seinem Hund eine sinnvolle Beschäftigung als Ersatz zu bieten. Dafür eignen sich gleich mehrere Hundesportarten wie Flyball, Obedience, Dogdancing, Fährtenarbeit, Disc- Dogging, Rettungshundarbeit, Agility und einiges mehr. Auch auf den Hundeplätzen und Hundevereinen ist man dieser Entwicklung gefolgt und bietet immer mehr verschiedene Hundesportarten an.

Agility ist eine der attraktivsten Möglichkeiten sich mit seinem Hund zu beschäftigen, denn es bietet Spaß, Bewegung und Spiel für Mensch und Hund gleichermaßen.

Wer einmal diese Sportart ausprobieren hat, ist begeistert und kommt davon nicht mehr los. Das Arbeiten mit dem Hund und die erzielten Fortschritte sowie der Spaß, den man dem Hund deutlich ansieht, fasziniert einfach.

Was genau ist Agility?
Agility lässt sich definieren als erzieherisches und sportliches Spiel. Es fördert die Bindung und den Teamgeist von Hund und Mensch. Es ist nicht allein nur ein Sport, sondern es ist wirklich Spiel und Bewegung mit dem Hund, die beiden Freude bereitet.

Ein Agilityparcours besteht aus verschiedenen Geräten, wie Tunnel, Hürden, Wippe, Reifen, Slalom, Steg, A-Wand, Weitsprung und Tisch. Der Parcours ist nie gleich. Jedes Mal sind die Hindernisse neu angeordnet. Der Hund lernt zunächst jedes Gerät einzeln kennen, im weiteren Verlauf der Ausbildung werden die Geräte miteinander kombiniert. Der Mensch führt den Hund alleine durch Körpersprache und Stimme ohne Leine durch den Parcours.

Auf Turnieren bestehen die Parcoure je nach Leistungsklasse aus 15- 20 Geräten. Es gewinnt jeweils der schnellste, fehlerfreie Lauf.

Doch keine Angst! Da Agility Hund und Mensch Freude bereiten soll, ist die Teilnahme an Turnieren nicht das eigentliche Ziel. Man kann Agility sowohl aus Spaß als auch als Wettkampfsport ausüben. Das liegt ganz allein an der Motivation und der Einstellung des Hundeführers. Die Bewegung hält den Hund fit und gesund wie jede Sportart, die vernünftig und in Maßen ausgeübt wird.

Wichtig ist allein die sinnvolle Beschäftigung des Hundes!

Welcher Hund ist für Agility geeignet?
Es ist völlig egal, ob Rassehund oder Mischling, ob groß oder klein!

Der Hund sollte gesund sein, nicht zu schwer und vor allem sollte er gerne spielen oder sich durch Leckerchen motivieren lassen. Beim Agility wird fast nur mit positiver Verstärkung trainiert. Der Hund sollte gut sozialisiert und motivationsbereit sein.

Gleichzeitig sollte er einen gewissen Grundgehorsam besitzen: Sitz, Platz, Bleib und Heranrufen aus der Entfernung.

Bin ich für Agility geeignet?
Ja, wenn Sie gesund und bewegungsfreudig sind. Das Alter spielt dann keine Rolle! Ob Kind, Jugendlicher oder schon älter, die Freude an der Beschäftigung und Bewegung mit ihrem Hund reicht aus. Jeder kann dann Agility innerhalb seiner Möglichkeiten ausüben.

Agility ist in erster Linie eine Freizeitbeschäftigung mit dem Hund und erst in zweiter Linie ein Sport!