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Am Stapperhof 4
47647 Kerken

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Nasenarbeit

Unsere Hunde sind Nasentiere (= Makrosmatiker), dies bedeutet: Kein anderes Sinnesorgan ist wichtiger für den Hund und kein anderes Sinnesorgan ist so gut ausgebildet. Aus diesem Grund ist die Nasenarbeit – die den Hund sowohl geistig als auch körperlich fordert – eine artgerechte Auslastung und sinnvolle Beschäftigung.

Unter dem Begriff Nasenarbeit fasse ich verschiedene Arten zusammen:

  • Flächensuche
  • Mantrailing
  • Verlorenensuche
  • Eigentrail

Geruchsunterscheidung
Eine abwechslungsreiche Übung ist die Nasenarbeit mittels einer "Geruchsbox". Das Training wird mit Leckerchen aufgebaut und kann mit beliebigen Düften (z.B. Kamille) erweitert werden.
Bei dieser fordernden und anstregenden Arbeit haben die Hunde einen Riesenspaß!

Flächensuche
Bei der Flächensuche muss das Team im unwegsamen Gelände oder in großen Waldflächen nach vermissten Personen suchen. Die Hunde werden dabei so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf menschliche Witterung hin durchstöbern. Von den Hunden müssen dabei Personen angezeigt werden, die sitzen, kauern, liegen oder laufen. Der Hund hat dabei drei Anzeigemöglichkeiten in der Fläche:

Beim Verbellen bellt der Rettungshund so lange bei der gefundenen Person bis sein Führer bei ihm ist; beim Bringseln nimmt der Hund an der gefundenen Person ein so genanntes Bringsel auf, läuft zu seinem Hundeführer zurück und führt diesen zu der Person; beim  Freiverweisen hat der Hund kein Bringsel, sondern führt seinen Hundeführer durch Pendeln zwischen Opfer und Hundeführer an.

Typische Einsätze sind beispielsweise die Suche nach vermissten Kindern oder verwirrten älteren Personen. Rettungshundestaffeln werden jedoch in der Regel nicht bei einem vermuteten Verbrechen (z.B. Suche nach einem Mordopfer) eingesetzt.

Mantrailing
Im Bereich der Rettungshundearbeit ist Mantrailing eine der Sucharten, bei der mit Geruchsstoffen der vermissten Person gearbeitet wird. Der Hund sucht nach dem Individualgeruch. Das heißt ein Mantrailer benötigt keine Bodenverletzung als Ursache einer “Fährte”.

Er ist in der Lage die individuelle “Geruchsspur”, z.B. über Beton und andere „nicht fährtenfähige Untergründe”,  zu verfolgen. Der Hund arbeitet an der langen Leine und folgt dem Geruchsbild der Person, deren Geruch er mit Hilfe eines Geruchsträgers (z. B. Kleidung,  Taschentuch, Pullover, Hemd, Uhr, Jacke, etc.) identifiziert hat. 

In der Ausbildung lernt der Hund, den speziellen Geruch von einer bestimmten Person aus einer Vielzahl von Umweltgerüchen (Verleitungsgerüchen) herauszufiltern und zu verfolgen, bis er diese Person gefunden hat.
Am Ende der Ausbildung soll er Fährten über einige Kilometer, in wechselnden Geländeformen, bei den verschiedensten Wetterlagen und nach unterschiedlich langen Zeiten zuverlässig folgen. 

Verlorenensuche
Einen Geruch zu verfolgen ist für Hunde die natürlichste Sache der Welt. Hier lernen die Hunde ihre Nasen gezielt für den Menschen einzusetzen und somit unterschiedliche Dinge für ihn zu suchen. Er lernt Gerüche zu unterscheiden und Dinge zu bringen beziehungsweise zu zeigen, die eine bestimmte Person verloren hat. Das kann ganz praktisch sein, wenn man im Wald z.B. seinen Schlüssel verloren hat. Mit Feuereifer wird der Hund sie suchen, finden und bringen.

Eigentrail
Der Eigentrail als eine natürliche und einfache Form der Suche, bei der, der Hund lernt die Spur des Hundeführers zu verfolgen und das im Gegensatz zur Fährte auch auf Asphalt oder anderen Wegen. Der Vorteil zum Mantrail: man benötigt keine Fremdpersonen und kann seinen Hund trotzdem auslasten.